Wer liebt sie nicht, die gemäßigten deutschen Mittelgebirge. Im Winter zwar nicht immer unbedingt schneesicher, dafür aber im Sommer mit milden Temperaturen immer wieder ein Paradies für den Wandersmann, der nicht ganz so steile Berge erklimmen will. Eines dieser Mittelgebirge, wohl auch das kleinste ostdeutsche, ist das Zittauer Gebirge.
Schon seine Lage im Dreiländereck Deutschland, Tschechien und Polen macht es zu einem besonderen Anziehungspunkt und bildet mit dem benachbarten Riesengebirge das südöstlichste Ende der Nord-Ostsee-Wasserscheide. Grob gesagt heißt das, Flüsse, die östlicher als vom Zittauer – und Riesengebirge entspringen, fließen in die Nordsee – ein Beispiel hierfür ist die Oder. Flüsse die hingegen weiter westlich entspringen – so die Elbe – fließen in die Nordsee.
Durch seine Lage im Grenzgebiet zu Tschechien und Polen finden wir im Zittauer Gebirge auch viele grenzüberschreitende Wanderweg – wie z. Bsp. durch das Lauschehochmoor. Die Lausche, als höchster Berg des Zittauer Gebirges, bringt es immerhin auf 793 m.
Was manche Urlauber vielleicht gar nicht wissen und wahrscheinlich eher in Kletterkreisen bekannt ist, das Zittauer Gebirge kann auch mit einigen Kletterfelsen aufwarten. Im Gegensatz zur bekannteren Sächsischen Schweiz spielen die knapp 80 Gipfel wohl eher eine untergeordnete Rolle, weil das Klettern nach Sächsischen Regeln, die auch im Zittauer Gebirge durchaus ihre Gültigkeit haben, als ein sehr schweres Klettern gilt. Ich selbst habe vor Jahren einmal den Klettersteig am „Nonnenfelsen“ probiert und fand dort meinen Einstieg in meine eigene kleine Kletterwelt.
Wie bereits erwähnt, sind Mittelgebirge ja eher nicht so schneesicher, wie vielleicht die Alpengegenden. Aber der Winter 2006/2007 sollte da auch nicht unbedingt, so hoffen alle Wintersportler und Skiliftbetreiber, sehr repräsentativ gewesen sein. Im Zittauer Gebirge kann man neben den zwei Liftanlagen in Lückendorf und am Lauschehang in Waltersdorf auch zahlreiche wunderschöne Waldskiläufe durchführen. Ein sehr umfangreiches Netz an gespurten Loipen lädt auf alle Fälle bei reichlich Schnee jeden begeisterten Skiläufer ein.
Eine sehr gute Möglichkeit in das Zittauer Gebirge zu reisen bietet dem neugierigen Urlauber die „Bimmelbahn“. Diese Schmalspurbahn fährt von der Kreisstadt Zittau mehrmals täglich nach Oybin oder Jonsdorf mitten hinein, in die wunderbare Gebirgswelt. Dabei fährt man noch unter Schnaufen und Dampfen mit einer echten Dampflok, wie zu alten Zeiten. Neben dieser Attraktion bietet das Zittauer Gebirge natürlich noch eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten, sich seinen Urlaub aktiv zu gestalten. Sehenswert sind auf alle Fälle die alte, aus dem Jahr 1734 stammende, Bergkirche und die Klosterruine am Berg Oybin. Aber auch die Eissporthalle, das Gebirgsbad und die Waldbühne in Jonsdorf ziehen immer wieder zahlreiche Besuch in ihren Bann. Das Gebirgsbad gilt sogar als ein Geheimtipp, denn dort ist das Wasser immer etwas kühler, als in anderen Freibädern, weil es von einer natürlichen Gebirgsquelle gespeist und somit immer mit frischem und kaltem Gebirgswasser versorgt wird.
Wer also gern einmal dieses wunderbare Kleinod besuche möchte, der kann ganz einfach auf meiner Website unter www.franzehaus.de eine Buchungsanfrage starten. Bei mir im Haus ist jeder herzlich willkommen. Von dort aus hat man so einige Möglichkeiten, Ausflüge im Gebirge – ob nun zu Fuß, mit der “Bimmelbahn” oder mit dem Rad – zu unternehmen. Und natürlich auch die „Kletterfreaks“ unter den Urlaubern sind immer gern gesehene Gäste.
Filed under: Oberlausitz on Juli 23rd, 2007 | 1 Comment »